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Doosan entwickelt Roboter mit eigener KI-Rechenleistung und lernende Schweißsysteme

Technik · Neuigkeiten · 06. Okt. 2026 · 2 Min. Lesezeit

Zwei staatlich geförderte Projekte sollen Doosans Industrieroboter unabhängiger von externer Rechentechnik machen und anspruchsvolle Schweißarbeiten automatisieren. Die am 6. Oktober angekündigten Vorhaben haben konkrete Entwicklungsziele, sind aber noch kein Nachweis eines fertigen autonomen Fabriksystems.

Förderzusage statt Serienstart

Für die beiden südkoreanischen Forschungsprogramme nennt die Seoul Economic Daily ein Gesamtbudget von 98,9 Milliarden Won, davon 68,1 Milliarden an staatlicher Förderung. Das Geld finanziert Entwicklung und Erprobung, nicht die Bestellung einer bereits einsatzfähigen Roboterflotte. [2]

Dieser Unterschied ist für die Einordnung entscheidend. Eine Förderung belegt, dass ein Projekt ausgewählt wurde. Sie belegt weder eine bestimmte Produktivität noch, dass die geplanten Aufgaben bereits ohne menschliche Unterstützung funktionieren.

Wahrnehmen und entscheiden im Roboter

Im ersten Projekt soll ein in Südkorea entwickelter Chip KI-Berechnungen mit Kommunikation und Steuerung verbinden. Sensordaten sollen direkt am Roboter verarbeitet werden, ohne dafür einen externen PC oder eine Cloud zu benötigen. [1]

Doosan strebt Dauertests an Kundenstandorten und eine internationale Sicherheitszertifizierung an. Standardprodukte sind ab 2031 vorgesehen. Die lokale Verarbeitung soll laut Unternehmen gerade in sensiblen Industrien helfen. Sie ist für sich genommen jedoch kein Nachweis vollständiger Datensicherheit oder eines sicheren Arbeitsplatzes. [1]

Schweißen lernen, Qualität erst nachweisen

Das zweite, auf 45 Monate angelegte Vorhaben betrifft Schweißarbeiten. Kameras und das Nachahmen erfahrener Schweißer sollen helfen, geeignete Bewegungsbahnen zu erzeugen. Geprüft werden soll die Lösung bei Doosan Enerbility in der Fertigung von Kernkraftwerkskomponenten. [1]

Zu den angekündigten Zielen zählt eine Verkürzung der Bearbeitungszeit um mehr als die Hälfte. Der Wirtschaftsbericht beschreibt außerdem die geplante Ausweitung auf weitere Industrien nach den erforderlichen Qualitätsnachweisen. Beides liegt noch vor den Beteiligten. [2]

Eine sauber abgefahrene Bahn beantwortet zudem nicht allein, ob die fertige Verbindung den Anforderungen entspricht. Die entscheidenden nächsten Nachrichten wären deshalb dokumentierte Testergebnisse und bestandene Qualitätsprüfungen. Erst daran lässt sich beurteilen, wie viel von der angekündigten Selbstständigkeit unter Fertigungsbedingungen übrig bleibt.

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