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Infineon und ZuriQ wollen Quantenchips von neun Ionen auf größere Felder bringen

Technik · Neuigkeiten · 07. Okt. 2026 · 2 Min. Lesezeit

Infineon und das Schweizer Unternehmen ZuriQ erweitern ihre Zusammenarbeit an Quantenprozessoren. Der am 7. Oktober angekündigte nächste Schritt soll eine bereits gezeigte Ionenanordnung vergrößern und industriell besser herstellbar machen. Ein einsatzfertiger Quantencomputer ist damit noch nicht vorgestellt.

Neu ist der Ausbau der Zusammenarbeit

Infineon soll Halbleiterfertigung, Gehäuseintegration und Photonik mit ZuriQs Prozessorarchitektur verbinden. Photonik bezeichnet hier Technik, die mit Licht arbeitet; Packaging die Integration und Verbindung von Chips und weiteren Komponenten. Die Partner wollen auf diesem Weg deutlich größere Anordnungen von Qubits entwickeln. Eine konkrete Zielzahl oder einen Liefertermin nennt die aktuelle Mitteilung nicht.

Der bisherige Demonstrator umfasst neun einzeln kontrollierte Ionen in einem Raster aus drei mal drei Positionen. Diese Demonstration ist kein neuer Befund vom Oktober: ZuriQ beschrieb sie bereits am 28. Juli 2026 in seiner Mitteilung zur Finanzierungsrunde. Damals nannte das Unternehmen auch Infineon als Fertigungspartner für die Chips.

Warum die Anordnung wichtig ist

Ionen sind elektrisch geladene Atome. Bei diesem Ansatz dienen sie als Träger der Quanteninformation. ZuriQ setzt auf sogenannte Penning-Mikrofallen, die elektrische Felder und ein statisches Magnetfeld nutzen. Nach Darstellung des Unternehmens lassen sich die Ionen damit räumlich flexibler anordnen und bewegen.

ZuriQ vergleicht das Konzept mit verbreiteten Ansätzen, bei denen Ionen zunächst in Ketten gehalten und über aufwendige Verbindungsstrukturen zusammengeführt werden. Die zweidimensionale Architektur soll solche Übergänge vermeiden. Ihr Nutzen läge darin, mehr Ionen auf einer Chipfläche unterzubringen und deren Verbindung zu erleichtern. Das ist das technische Entwicklungsziel, kein bereits belegter Vorteil eines kommerziellen Gesamtsystems.

Vom Demonstrator zur nutzbaren Maschine fehlt ein großer Schritt

Die Juli-Mitteilung beschrieb die Vergrößerung der Anordnung bereits als nächsten Schwerpunkt und sprach von den Grundlagen für Hunderte Qubits. Die Oktober-Ankündigung konkretisiert nun die gemeinsame Arbeit mit einem industriellen Halbleiterhersteller. Sie meldet jedoch keinen neuen Prozessor mit Hunderten funktionsfähigen Qubits.

Für die Einordnung zählt deshalb die Trennung zwischen Herstellbarkeit einzelner Chips, kontrollierter Ionenanordnung und einem verlässlich rechnenden System. Die Partnerschaft adressiert den Weg zur Fertigung. Ob daraus ein praktisch überlegenes Rechensystem wird, muss sich an künftigen technischen Ergebnissen zeigen, nicht allein an einer größeren geplanten Qubit-Zahl.

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