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Pimax Crystal Pro soll PC-VR ohne Videokompression im Blickzentrum übertragen

Gadgets · Neuigkeiten · 07. Okt. 2026 · 3 Min. Lesezeit

Pimax hat ein kabelloses VR-Headset mit Blickverfolgung und optionaler 60-GHz-Funkstrecke vorgestellt. Die Crystal Pro richtet sich vor allem an PC-Spieler, die hohe Bildqualität ohne DisplayPort-Kabel wollen. Ausgeliefert werden soll sie erst 2027.

Der Blick bestimmt, welche Bilddaten Vorrang haben

Bei drahtlosem PC-VR muss das vom Rechner erzeugte Bild zum Headset gelangen. Pimax setzt dafür bei der am 6. Oktober 2026 vorgestellten Crystal Pro auf zwei Wege. WLAN-Streaming gehört zur Grundausstattung. Das zusätzliche 60G-AirLink-Kit der dritten Generation soll den gerade betrachteten Bildbereich ohne Videokompression übertragen.

Die Technik heißt Native Foveated Streaming. Die Blickverfolgung ermittelt, wohin der Nutzer schaut. Laut Pimax wird dieser Ausschnitt direkt aus der Grafikausgabe übernommen, während die Umgebung sparsamer übertragen wird. Die Aussage gilt also für das Blickzentrum und bedeutet nicht, dass jederzeit das gesamte Sichtfeld unverändert durch die Funkstrecke passt. Ob der Übergang bei schnellen Augenbewegungen unauffällig bleibt, müssen unabhängige Tests zeigen.

Funkfreiheit braucht Platz für Antennen

Für das optionale Kit nennt der Hersteller bis zu sechs Gigabit pro Sekunde und weniger als zwei Millisekunden zusätzlich verursachte Verzögerung. Letzteres ist keine Angabe zur gesamten Verzögerung zwischen Kopfbewegung und sichtbarer Reaktion. Die genannten Werte sind Herstellerangaben, keine unabhängigen Messungen.

Zwei Raumantennen sollen gleichzeitig Daten übertragen und eine kurzzeitige Abschattung gegenseitig abfangen. Laut FAQ springt WLAN ein, wenn die 60-GHz-Verbindung vollständig ausfällt. Die Funktechnik durchdringt keine Wände. Die Aufstellung im Spielbereich bleibt deshalb Teil des Systems, auch wenn das Verbindungskabel zum PC entfällt.

PC-Headset mit zusätzlichen Möglichkeiten

Die Crystal Pro verwendet laut Pimax LCD-Panels mit 2.880 mal 2.880 Pixeln pro Auge. Die 60-GHz-Übertragung soll im Blickzentrum bis zu 90 Bilder pro Sekunde erreichen. Für den kabelgebundenen Betrieb nennt der Hersteller 120 Hertz. Das sind unterschiedliche Betriebsarten, deren Angaben sich nicht beliebig kombinieren lassen.

Die Stromversorgung übernimmt ein externer Akku. Zum angekündigten Grundpaket gehören außerdem zwei Controller mit Trackingringen und ein WLAN-Adapter. Die ebenfalls vorgestellten ringlosen Controller sind damit nicht automatisch enthalten.

Pimax beschreibt die Brille hauptsächlich als PC-VR-Gerät. Laut FAQ sollen ohne Rechner auch bestimmte Android- und mobile OpenXR-Anwendungen laufen. Daraus lässt sich jedoch keine Kompatibilität mit beliebigen Spielen anderer Standalone-Plattformen ableiten.

Reservierung statt Verkaufsstart

Pimax nennt 1.399 US-Dollar für das Headset und 1.899 US-Dollar für das Paket mit 60G AirLink. Die aufgerufene Shopseite weist darauf hin, dass Versand und Steuern erst im Bestellvorgang berechnet werden. Ein belastbarer deutscher Endpreis einschließlich Mehrwertsteuer ist damit hier nicht bestätigt.

Die Reservierung kostet einen US-Dollar und ist laut Shop nicht erstattbar. Vorführungen sind für das vierte Quartal 2026 vorgesehen, der Versand laut FAQ für 2027. Einen konkreten deutschen Liefertermin nennt die geprüfte Dokumentation nicht.

Für anspruchsvolle PC-VR-Spieler ist vor allem die Verbindung aus Blickverfolgung und Funkübertragung interessant. Die Kaufentscheidung hängt aber noch an offenen Praxistests: Bildqualität bei Bewegung, Funkstabilität und Tragekomfort sind durch die Vorstellung allein nicht belegt.

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