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Sonos Ace Ultra: Der Kopfhörer rückt näher ans Sonos-System

Gadgets · Neuigkeiten · 06. Okt. 2026 · 4 Min. Lesezeit

Sonos verkauft seit dem 29. September 2026 den Ace Ultra für 449 Euro. Der neue Over-Ear-Kopfhörer verbessert Geräuschunterdrückung und Klangregelung und kann Musik von kompatiblen Sonos-Lautsprechern übernehmen. Gerade diese Systemverbindung startet allerdings als Early-Access-Funktion.

Ein bestätigtes Produkt mit einer noch jungen Zusatzfunktion

Der aktuelle neue Sonos-Kopfhörer heißt Ace Ultra. Sonos stellte ihn am 1. September 2026 vor, öffnete gleichzeitig die Vorbestellung und nannte den 29. September als Verkaufsstart. Die deutsche Produktseite führt ihn am 6. Oktober für 449 Euro mit Warenkorbfunktion. Es geht somit um ein tatsächlich angebotenes Modell, nicht um einen vermuteten Nachfolger oder ein Gerücht. [1][2]

Im Mittelpunkt steht die Headphone Engine 2. Die neue Hardware ermöglicht eine engere Verbindung zum Sonos-System. Mit Headphone Linking lässt sich die Wiedergabe kompatibler Lautsprecher auf den Kopfhörer und wieder zurück übertragen. Dafür nennt Sonos WLAN, einen unterstützten Lautsprecher und die Einrichtung in der Sonos-App als Voraussetzungen. Das Feature ist freiwilliger Early Access und kann sich während der Entwicklung noch ändern. Ein Kauf sollte deshalb nicht auf der Annahme beruhen, jede gewünschte Systemkombination funktioniere bereits endgültig. [1][2]

Musikübernahme und Fernsehton sind unterschiedliche Funktionen

Headphone Linking erweitert die Verbindung zu Lautsprechern. Davon zu unterscheiden ist TV Audio Swap: Damit wird Fernsehton von einer kompatiblen Sonos-Soundbar auf den Kopfhörer übertragen. Sonos nennt dabei Dolby Atmos, dynamisches Head Tracking und TrueCinema zur Anpassung des Kopfhörererlebnisses an den Raum. Voraussetzung bleiben passende Geräte, Inhalte und Einstellungen. [2]

Der Support nennt konkrete Grenzen: Headphone Linking überträgt komprimiertes Stereo, weder Lossless noch räumliches Audio. Bluetooth, AirPlay und direkt aus Diensten wie Spotify oder Tidal gestartete Wiedergabe sind als Quellen ausgeschlossen. Jeweils nur ein Ace Ultra kann eine aktive Linking-Sitzung nutzen. Die Funktion setzt außerdem WPA oder WPA2 voraus; mit WPA3 scheitert laut Sonos der Sitzungsstart. Das sind relevante Einschränkungen für die Entscheidung, ob der Kopfhörer zum vorhandenen System passt. [5]

Mehr Regelmöglichkeiten, aber keine Magie gegen jedes Geräusch

Sonos nennt neu entwickelte 40-Millimeter-Treiber, adaptives ANC mit zehn Mikrofonen und bis zu 35 Stunden Laufzeit mit eingeschalteter Geräuschunterdrückung. ANC erzeugt ein Gegensignal zu erfassten Außengeräuschen. Der Aware-Modus lässt die Umgebung dagegen bewusst hörbar; eine Sprachverstärkung soll Gespräche deutlicher machen. Für die Klangkorrektur stehen laut technischen Daten ein Drei- und ein Achtband-Equalizer bereit. [1][3]

Die Laufzeitangabe ist ein Herstellerwert unter bestimmten Nutzungsbedingungen, keine Garantie für jede Lautstärke und jede Funktion. Auch ein größerer Mikrofonbestand beweist für sich genommen keine überlegene Geräuschunterdrückung. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Passform, Regelung und tatsächlicher Umgebung.

Beim verlustfreien Hören lohnt sich der Blick auf die Verbindung. Sonos nennt USB-C sowie Bluetooth über Qualcomm aptX mit einem unterstützten Gerät. Damit ist Lossless keine Eigenschaft, die automatisch mit jedem Smartphone und jeder Bluetooth-Verbindung zur Verfügung steht. Dolby Atmos verlangt ebenfalls passende Inhalte und ein kompatibles Zuspielgerät. [3]

Was erste Tests gegenüber dem Ace erkennen lassen

TechRadar verglich den Ace Ultra mit dem ursprünglichen Ace und hörte eine offenere Bühne, bessere Instrumententrennung und kontrolliertere Wiedergabe. Im ungefähr zweiwöchigen Test überzeugten auch ANC, Transparenzmodus und die Übernahme von Sonos-Audio. Die vom Hersteller genannten 35 Stunden erschienen dem Tester realistisch. Das sind zugeordnete Fremderfahrungen, keine Hörprüfung durch Freakyvers. [4]

Die Redaktion sah dennoch Grenzen. Einige Konkurrenten lagen für den Tester beim reinen Musikhören knapp vorn; außerdem lässt sich der Ace Ultra nicht vollständig zusammenfalten. Gegenüber dem ersten Ace fallen besonders die feinere Klangregelung und Headphone Linking auf. Sonos erklärt, dass Linking wegen der erforderlichen neuen Hardware nicht für den ursprünglichen Ace kommen wird. Wer mit dem Vorgänger zufrieden ist, hat damit konkrete Unterschiede für einen Vergleich, aber noch keinen zwingenden Grund zum Austausch. [4][5]

Am interessantesten ist der Ace Ultra für Menschen, die häufig zwischen Sonos-Lautsprechern, Fernseher und Kopfhörer wechseln. Ohne vorhandenes Sonos-System muss er sich vor allem über Sitz, Klang und ANC rechtfertigen. Mit einem solchen System kommt ein eigener praktischer Vorteil hinzu, dessen Early-Access-Grenzen beim Kauf mitgedacht werden sollten.

Offizielles Produktvideo

Sonos zeigt den Ace Ultra in seiner offiziellen Open-House-Präsentation ab Minute 1:57. Der Link führt zur gesamten Herstellerpräsentation. Sie ersetzt keinen unabhängigen Hörtest.

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